Camera Obscura Kameramodelle

Auch wenn die Fotografie mit der Lochkamera vom Prinzip einfach ist, läßt sich der Aufwand vor allem in Hinblick auf optimale Schärfe beträchtlich steigern. Dafür muss erstens ein geeigneter Lochdurchmesser verwendet werden und zweitens dieses Loch an seinen Rändern möglichst exakt in einem maximal dünnen lichtundurchlässigem Material gemacht werden. Ich arbeite zur Zeit mit mehreren Modellen:

-P1: eine einfache Panorama-Schachtelkamera für 10 x 20 cm Papiernegative, die halbkreisförmig angeordnet werden.

P1
Strahlengang der Lochkamera P1


-P2: eine Sofortbildkamera mit Polaroid-Rückteil für Positive im Format 8,5 x 10,8 cm (3 1/4 x 4 1/4 in.) Das entspricht einer Bildfläche von 7,5 x 9,5 cm.
P2 P2, Bildwinkel
P2 für Polaroid-Packfilm

Folgende Filme habe ich bisher genutzt:

- 690: Farbe, ISO 100, natürliche Farben mit höherer Sättigung, großer Temperaturbereich, tolerant bei Entwicklungszeiten.
Gute Ergebnisse. Leider nicht für Emulsionslift und image-transfer geeignet.
- 664: SW, ISO 100, mittlerer Kontrast, großer Tonwertumfang, feines Korn.
Obwohl dieser Film auf kurze Belichtungszeiten kleiner 1/10 s ausgelegt ist, zeichnet er sich auch bei längeren Belichtungszeiten durch sein feines Korn und den großen Tonwertumfangs aus.
- 667: SW, ISO 3000, mittleres Korn, hohe Empfindlichkeit.
Gut geeignet. Wegen der hohen Empfindlichkeit und der damit verbundenen kurzen Belichtungszeit ergeben sich ausgewogene Bilder mit gutem Tonwert und relativ schwacher Vignettierung.
- 669: Farbe, ISO 80, mittlerer Kontrast, mittleres Korn. Für Emulsionslift und image-transfer geeignet. Abgestimmt auf 1/125 s Belichtungszeit.
Die Reziprozitätseigenschaften dieses Films bewirken bei längeren Belichtungszeiten eine Farbverschiebung in den blaugrünen und bei kürzeren Belichtungszeiten in den rotgelben Bereich. Deshalb leider nur für ausgesuchte Motive, bei denen der Blaustich gestalterisch geeignet ist.
- 665: SW, ISO 80, ergibt Positiv + Negativ. Feines Korn und und ein großer Tonwertumfang zeichnen diesen Film aus. Soll auch für lithografischen Druck ausgezeichnet funktionieren.


-P3: eine Mittelformatkamera mit 4,5 x 6 cm Negativformat für Rollfilm.
P3 P3, Bildwinkel
P3 für Rollfilm 120, 4,5x6


-Dirkon: eine Kleinbildkamera, gebaut aus einem tschechischen Papiermodell aus dem Jahre 1979, verfeinert mit einer Lochblende aus Messing mit einem Öffnungsdurchmesser von 0,25 mm (f/200).
Dirkon 50mm Dirkon 50mm
Dirkon 50 mm
P3, Bildwinkel


-P4: eine Planfilmkamera mit 20 x 25 cm Negativformat. Die Bildweite von 150 mm entspricht einem Kleinbildweitwinkel mit 20 mm Brennweite. Bie Blende beträgt ~ 330.
P4, Bildwinkel
P4, Bildwinkel



-P5: Modell 2007. Eine Sperrholzkamera für 4 x 5 '' Planfilm inklusive Polaroidrückteil. Die Bildweite von 70 mm entspricht einem Kleinbildweitwinkel mit 20 mm Brennweite. Bei einem Lochdurchmesser von 0,3 mm ergibt sich eine Blende von ~ 240.